Nach einem Gebäudeeinsturz wird der Trümmer-Rettungshund eingesetzt.
Die Hunde suchen selbständig zuerst die Randtrümmergebiete ab und werden anschließend auf dem eigentlichen
Trümmerfeld angesetzt.
Voraussetzungen des Hundes für die Trümmersuche sind:
* Selbstständigkeit bei der Suche
* Sicherheit auf den Trümmern und Geräten
* Sicherheit in Umgang mit optischen und akustischen Reizen
* Lenkbarkeit des Hundes auf Entfernung (Detachieren)
Wegen des erhöhten Risikos soll der Trümmer-Rettungshund selbstständig auf dem Trümmerfeld suchen,
ohne dass der Rettungshundeführer den Gefahrenbereich betreten muss. Natürlich geht immer der Eigenschutz von Hund
und Hundeführer vor.
Darum muss mit den zuständigen Rettungskräften die Gefahrenlage abgeklärt und besprochen werden, wo es sinnvoll erscheint,
die Rettungshunde anzusetzen.
Hat der Rettungshund Witterung aufgenommen, dringt er möglichst nahe zu dem Geruchsaustrittsort vor.
Wenn er nicht mehr näher vordringen kann, fängt er an zu bellen.
Jetzt weiß der Rettungshundeführer, dass sein Hund jemanden geortet hat.
Der speziell ausgebildete Trümmer-Rettungshund zeigt durch unterschiedliches Bellen an, ob er die Witterung eines lebendigen
oder eines toten Menschen ausfindig gemacht hat.
Wenn der Ort, an dem sich die Person befindet, sehr schwer zugänglich ist, werden Rettungskräfte benötigt,
die mit geeigneten Geräten den Verschütteten bergen.
Bei der Trümmersuch-Prüfung muss ein Trümmergebiet von ca. 800 – 2000 m² in 30 Minuten nach 1-5 Verschütteten
vom Rettungshund abgesucht werden.
Dabei darf sich der Hund weder durch Essensreste noch durch Kleidungsstücke, Rauch und Feuer bzw. Störgeräusche
ablenken lassen.